Mein Romanprojekt

Mein Romanprojekt

Ich schreibe schon Geschichten, seit ich denken kann. In der Grundschule hatte ich ein buntes Notizbuch, in dem ich über „Wippo, das Schlossgespenst“ und sprechende Tiere schrieb, die Abenteuer in Minen erlebten… oder so ähnlich.

In meiner Teenagerzeit schrieb ich dann hauptsächlich Fanfictions – zu Tomb Raider, Resident Evil, Gene Roddenberry’s Andromeda und Stargate Atlantis. Hin und wieder verirrten sich ein paar originäre Kurzgeschichten dazwischen, in denen eine alte Dame Zeugin eines Mordes am See nahe ihres Hauses wurde oder eine aufopfernde Tochter ihre pflegebedürftige Mutter ertränkte. Worüber man als Teenager halt so schreibt.

In den letzten Jahren habe ich nicht besonders viel geschrieben, was ironischerweise daran lag, dass es mir zu gut ging. Das Schreiben fiktionaler Texte war für mich in der Vergangenheit oft ein Werkzeug zur Verdrängung meines Alltags und meiner Probleme gewesen. Ich schrieb bis tief in die Nacht, um nicht darüber nachdenken zu müssen, was mich am nächsten Tag erwartete.

Erst als ich einen neuen Zugang zu dieser kreativen Ader fand (oder vielmehr wiederfand), der vorrangig auf Freude am Schreiben und Fantasieren und nicht auf Realitätsflucht basierte, konnte ich mich langsam wieder zurück tasten.

Zunächst schrieb ich non-fiktionale Texte, in erster Linie Artikel über Videospiele, denn Videospiele machen Spaß und es macht Spaß über Videospiele zu schreiben.

Langsam kam dann die ein oder andere Kurzgeschichte zurück. Die meisten Geschichten habe ich aber nie beendet. Manchmal fehlte die Zeit, manchmal die Muße, manchmal einfach nur die richtigen Ideen.

Jetzt bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich mein erstes größeres Projekt in Angriff nehme: einen Roman. Die Idee dafür spukt schon seit ein paar Jahren in meinem Kopf herum und hat sich so oft verändert, dass ich mich schon fast nicht mehr daran erinnere, wie das Ganze ursprünglich mal geplant war.

Der Arbeitstitel lautet Schattenträume und wenn ich ein Genre definieren sollte, dann würde ich es vermutlich als Krimi mit übernatürlichen Elementen bezeichnen. Oder einen Mystery-Krimi. Oder einen übernatürlichen Krimi? Ich arbeite noch daran.

Bis jetzt gibt es zweieinhalb Kapitel und ob es jemals mehr werden, das steht ehrlich gesagt in den Sternen. Ich schreibe nämlich nach einem ganz furchtbaren (aber dafür auch furchtbar aufregendem) Prinzip, bei dem ich so gut wie nichts plane oder strukturiere, sondern einfach drauf los schreibe.

Die Sache ist nämlich die: Sobald ich eine Geschichte durchgeplant habe und genau weiß, was wann passiert, habe ich keine Lust mehr, sie zu schreiben. Ich weiß ja schon, wie es ausgeht. Wo bleibt da der Spaß?

Die Kehrseite ist natürlich, dass ich Gefahr laufe, mich zu verzetteln, oder dass mir mittendrin die Ideen ausgehen oder alles irgendwie keinen Sinn mehr macht. Und dann hätte ich vermutlich keine Lust mehr, alles noch einmal zu überarbeiten und würde die Geschichte begraben. Passiert relativ häufig.

Ich denke, die Chancen stehen 50:50 – und das reicht mir.

Falls du bis hierhin gelesen hast: Herzlichen Glückwunsch. Und danke. Und zur Belohnung gibt es hier den Link zum ersten Entwurf des ersten Kapitels. Viel Spaß, schätze ich?

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